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Physiotherapie

Osteopathie

Typischer Behandlungsablauf

Osteopathie ist eine ganzheitliche Methode, die sich zu Diagnose und Therapie der Hände bedient. Unter Anwendung verschiedener Techniken reguliert der/die OsteopathIn die Anordnung Ihrer Muskeln, Sehnen und Nervenbahnen und aktiviert so die Selbstheilungskräfte Ihres Körpers. Um die beste Methode für eine erfolgreiche Behandlung zu finden, sind folgende Informationen für den/die OsteopathIn wichtig:

  • Ihre komplette Vorgeschichte (Anamnese)
  • Ihre medizinischen Vorbefunde (Röntgenbilder, Ergebnisse von Durchuntersuchungen, etc.)
  • eine genaue Untersuchung, die – unabhängig von den Beschwerden – den ganzen Körper umfasst


Entsprechend den drei Teilbereichen der Osteopathie wird der/die OsteopathIn neben verschiedenen Mobilitätstests des Bewegungsapparates (strukturelle Osteopathie) auch Tests durchführen, die die Organe und Bindehäute (Viszerale Osteopathie) und den Schädel, die Wirbelsäule und das Kreuzbein (craniosacrale Osteopathie) betreffen. Alle drei Teilbereiche stehen untereinander in Verbindung und müssen daher bei einem auftretenden Problem berücksichtigt werden.

Ein Beispiel:

Würden Sie vermuten, dass Kopfschmerzen etwas mit einem verstauchten Fuß zu tun haben?

In unserem Körper sind alle Teile untereinander verbunden. Um den schmerzenden Fuß zu entlasten, verlagert man unbewusst das Gewicht auf das gesunde Bein. Dadurch wird das Becken schief gestellt und damit gerät der gesamte Oberkörper in Schiefstellung. Um diese auszugleichen, kippt man unwillkürlich Halswirbelsäule und Kopf in die gegengesetzte Richtung. Bewegt man sich zu lange in dieser Haltung oder behält man diese aus Gewohnheit bei, kann es zu massiven Verspannungen im Nackenbereich und zum Auftreten von Kopfschmerzen kommen.

osteopathie thomas zimmermann muenchen 06Osteopathie wirkt

Die Osteopathie bezieht alle diese Faktoren bei der Untersuchung mit ein und behandelt dann die Ursache – und nicht die Symptome. Die Untersuchung und die vorliegenden Befunde sollen die Entscheidung ermöglichen,

  • ob Kontraindikationen (Gegenanzeigen) für eine osteopathische Behandlung vorliegen,
  • ob eine weitere (schulmedizinische) Abklärung zum Ausschluss schwerer Erkrankungen notwendig ist und
  • vor allem an welcher Stelle osteopathische Behandlung beginnt und welche Techniken eingesetzt werden.


In der Behandlung kommen sowohl direkte strukturelle Techniken (ähnlich der Manuellen Medizin), aber auch sogenannte sanfte Techniken – wie Ligamentäre Techniken, postisometrische Relaxation, Faszientechniken, etc., zur Anwendung.

Hier kann mit Osteopathie geholfen werden:

  • Störungen des Bewegungsapparates
  • Störungen innerer Organe
  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Schwindel
  • nach Unfällen und Operationen
  • in manchen Fällen von Harninkontinenz
  • bei hyperaktiven Kindern
  • bei Säuglingen nach schweren Geburten oder Kaiserschnitt
  • bei Zahnfehlstellungen und Kieferproblemen (v.a. bei Kindern)
  • und bei vielen anderen funktionellen Störungen


Ziel der Behandlung ist es, dem Körper über eine Verbesserung der Mobilität und der Durchblutungsverhältnisse zu einer möglichst guten Funktion zu verhelfen. Für die Behandlung bei einem/r OsteopathIn benötigen Sie im Normalfall eine ärztliche Zuweisung. Mit dem/der OsteopathIn vereinbaren Sie einen Ersttermin, bei dem eine genaue Anamnese erstellt wird und Sie genau untersucht werden. In der Regel dauert dieser Ersttermin 45-60 Minuten. Folgetermine werden üblicherweise 2-4 Wochen später wahrgenommen, es kann aber auch sein, dass längere Abstände zwischen den Behandlungen gelassen werden. Ihr/e OsteopathIn wird Ihnen entsprechend der notwendigen Behandlung einen Termin vorschlagen. Für Folgetermine sind etwa 30-45 Minuten einzuplanen.

Taping

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Mit dem Kinesiologie-Tape lassen sich schmerzhafte Erkrankungen des Muskel, Sehnen- und Skelettapperates therapieren.

So ist das heilende Elastikpflaster entstanden: Vor rund 30 Jahren entwickelte der japanische Chiropraktiker Kenzo Kase ein spezielles Pflaster: hochelastisch, atmungsaktiv und hautfreundlich. Wie eine zweite Haut dehnt sich das Tape und zieht sich wieder zusammen, ohne die Bewegungsfreiheit einzuschränken. Dabei wirkt es schmerzlindernd und stoffwechselanregend.

klassische Physiotherapie

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Die Physiotherapie orientiert sich bei der Behandlung an den Beschwerden und den Funktions-, Bewegungs- bzw. Aktivitätseinschränkungen des Patienten. Das Ziel ist die Wiederherstellung, Erlangung oder Förderung der Gesundheit und dabei sehr häufig die Schmerzfreiheit bzw. -reduktion.

Sie nutzt sowohl diagnostische und aufclinical reasoning basierende, wie auch pädagogische und manuelle Kompetenzen des Therapeuten. Gegebenenfalls wird sie ergänzt durch natürliche physikalische Reize (z. B. Wärme, Kälte, Druck, Strahlung, Elektrizität) und fördert die Eigenaktivität (koordinierte Bewegung sowie die bewusste Wahrnehmung) des Patienten.

Die Behandlung ist an die anatomischen und physiologischen, motivationalen und kognitiven Gegebenheiten des Patienten angepasst. Dabei zielt die Behandlung einerseits auf natürliche, physiologische Reaktionen des Organismus (z. B. motorisches LernenMuskelaufbau und Stoffwechselanregung), andererseits auf ein verbessertes Verständnis der Funktionsweise des Organismus (Dysfunktionen/Ressourcen) und auf eigenverantwortlichen Umgang mit dem eigenen Körper ab.

McKenzie Konzept

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In den 50er Jahren entdeckte der neuseeländische Physiotherapeut Robin McKenzie, dass es innerhalb der großen Gruppe „gutartiger“ Rückenschmerzen sehr viele Patienten gibt, die durch bestimmte Bewegungen und Haltungen wesentlich schneller und dauerhaft schmerzfrei werden, als durch übliche Standardbehandlungen.

Die McKenzie-Untersuchung findet, welche Haltungen und Bewegungen die Beschwerden des Patienten verschlechtern und welche sie verbessern.

Neben einer klar strukturierten Befragung nutzt der geschulte Therapeut bestimmte wiederholt ausgeführte Bewegungstests.

Ziel ist immer, dass der Patient sich mit einfachen Übungen selbst behandeln kann. Reicht Eigenbehandlung nicht aus, unterstützt der Therapeut kurzfristig mit bestimmten Handgriffen. Selbstbehandlung ist der effektivste Weg, Beschwerden an Wirbelsäule und Gelenken dauerhaft in den Griff zu bekommen.

 

 

Mehr als 200 wissenschaftliche Artikel haben sich in den letzten 20 Jahren mit dem McKenzie Konzept beschäftigt und seinen Wert bestätigt. Es ist eines der am häufigsten  verwandten physiotherapeutischen Konzepte weltweit.

Bobath-Therapie

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Das Bobath-Konzept wurde von der englischen Krankengymnastin Berta Bobath und ihrem Mann, dem Neurologen Dr. Karel Bobath entwickelt.
Dieses Therapiekonzept richtet sich an Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit angeborenen oder erworbenen Störungen des zentralen Nervensystems sowie sensomotorischen Auffälligkeiten, kognitiven Beeinträchtigungen und anderen neurologischen Erkrankungen.
Die Behandlung nach dem Bobath-Konzept hilft auch Erwachsenen: Besonders geeignet ist es bei allen Bewegungsstörungen, die durch Hirnschädigungen hervorgerufen werden – beispielsweise bei Halbseitenlähmungen nach Schlaganfall, bei Hirntumoren, Hirnverletzungen oder anderen neurologischen Erkrankungen.
Im Vordergrund der Behandlung steht die Schulung der Gleichgewichtsreaktionen, der sogenannten Kopf- und Rumpfkontrolle und der Gleichgewichtsübertragung von einer auf die andere Körperseite – beispielsweise beim Gehen.
Der Physiotherapeut bezieht optische, akustische und taktile Stimulationen durch ein sensomotorisches Training in die Behandlung ein. Je früher mit der Behandlung begonnen wird, desto günstiger können die Hirnfunktionen beeinflusst werden.
Das Bobath-Konzept setzt darauf, Bewegungen neu zu erlernen. Das Gehirn soll die abgeschalteten Körperzonen und nicht bekannte oder vergessene Bewegungsabläufe wieder entdecken lernen. Durch beharrliche Förderung und Stimulation lässt sich beispielsweise die gelähmte Körperpartie schrittweise reaktivieren.
Das Gehirn organisiert sich neu, indem gesunde Hirnteile nach und nach die Steuerung übernehmen. Physiotherapeut und Patient trainieren das Zusammenspiel von Sinnesorganen und Muskeln.
Durch gezielte, äußere Reize erlernt der Patient die natürlichen Haltungs- und Bewegungsmuster neu. Dabei bezieht der Therapeut die erkrankte Körperseite bei allen Übungen ein. Ständiges Wiederholen der Übungen festigt die Verknüpfung neuer Nervenbahnen im Gehirn.